Prof. Dr. Lenz Moser - Österreichs Weinbaupionier

Ein Stück Weingeschichte hat vor allem Dr. hc. Lenz Moser III geschrieben, der als Neuerer der Weinkultur und Begründer der „Lenz Moser Hochkultur“ gilt. Er arbeitete nach dem Grundsatz:
„Die Wahrheit im Wein ist die Liebe des Winzers zur Natur, zur Pflege der Reben, zur Sorgfalt in der Kelterung, zur Ehrlichkeit im Keller und zur Echtheit des Produktes“.

1925 - 1928 unternahm er im Betrieb seines Vaters in Rohrendorf, Laurenz Moser II. erste Versuche mit der Hochkultur. Nach der Übernahme des Betriebes 1929 gründete er die Rebschule Lenz Moser und begann auf zunächst vom Stift Melk gepachteten Rohrendorfer Grundstücken größere Weingartenflächen mit dieser neuen Erziehungsform auszusetzen.

Der größere Standraum des Stockes - 3 bis 4 Quadratmeter - und die Stammhöhe von 1,2 bis 1,4 Meter gewährleisten nicht nur die bessere Belichtung und Belüftung der Stöcke sondern bieten auch wirtschaftliche Vorteile durch die Möglichkeit der Mechanisierung der Weingartenarbeiten, extensive Bewirtschaftung und niedrige Anlagekosten.

Nach dem 2. Weltkrieg konnte sich diese Erziehungsform endgültig durchsetzen. Die Lenz Moser-Hochkultur gelangt mittlerweile auf 90 % der Rebfläche Österreichs sowie in vielen Weinbaugebieten Europas und Übersee zum Einsatz.

Für seine Verdienste wurde Lenz Moser III. 1970 mit der Würde eines Ehrendoktorats der Hochschule für Bodenkultur in Wien ausgezeichnet und der damalige Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger verlieh ihm 1975 den Titel „Professor“.